Lerne aktiv mit PBL

Unser PraxisStudium ist darauf ausgelegt, Fragestellungen aus deinem Berufsalltag aufzugreifen und dich zu Lösungen zu führen. Dabei unterstützen dich erfahrene Dozenten als Coaches. Praktische Ansätze und reale Betriebssituationen stehen beim problembasierten Lernen (PBL) im Vordergrund.

Was ist problembasiertes Lernen (PBL)?

Mehr Praxis, weniger Theorie

Anders als die meisten klassischen Studiengänge liefern dir die PraxisStudiengänge der VWA nicht nur theoretisches Wissen. Sie orientieren sich vielmehr an den Aufgaben, die dir tatsächlich im Beruf begegnen. Wir wollen, dass du das lernst, was du in der Praxis wirklich brauchst – und zwar auf eine innovative Art und Weise: mit der Methode des problembasierten Lernens, kurz PBL. PBL bedeutet konkret: Du gehst reale Problemstellungen aus deiner beruflichen Praxis im Team und mit der Hilfe eines Coaches an. Gemeinsam findet ihr Lösungen, die du direkt im Job nutzen kannst. Das Prinzip ist ganz einfach:

So funktioniert PBL

Aktives Lernen an konkreten Problemstellungen

Das problembasierte Lernen unterstützt den aktiven Lernprozess und ist daher ein wichtiger Teil deines PraxisStudiums. Aus unserer langjährigen Erfahrung mit Unternehmen wissen wir, dass viele von ihnen Probleme haben, geeignete Mitarbeiter zu finden. Geeignet – das bedeutet vor allem: Die Mitarbeiter sollen durch praktische Kenntnisse, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein überzeugen. Selbstständiges Arbeiten und Teamfähigkeit sind ebenfalls wichtige Eigenschaften. Die PBL-Methode setzt genau hier an und fördert diese Fähigkeiten.

Aktives Lernen
Am schnellsten lernt man, wenn man sich die Lösung eines Problems aktiv erarbeitet, anstatt sich Wissen einfach vortragen zu lassen. Denn hast du das Prinzip einmal verstanden, kannst du dein neues Wissen auch auf andere Fragestellungen übertragen und Aufgaben selbstständig lösen. Deine Coaches und die anderen Studienteilnehmer helfen dir auf dem Weg zu deinem Lernziel.
Arbeiten an Problemen aus der Praxis
Die Fragestellungen, denen du im Unterricht nachgehst, kommen bei uns nicht nur aus dem Lehrbuch. Sie sind konkrete Probleme aus deinem und dem Berufsalltag deiner Mitstudierenden. Indem du die Fragen stellst, die dich im Job beschäftigt haben, bekommst du nicht nur Antworten. Du verinnerlichst auch die Methodik, die dich zu einer Lösung führt.
Lösungen gemeinsam im Team erarbeiten
Letztendlich beruht alles Wissen auf Erfahrungen, die andere schon gemacht haben. In der Teamarbeit kommen diese Erfahrungen zusammen und können zu Antworten auf deine Frage werden; der stetige Meinungsaustausch fördert immer wieder ergänzende Informationen und neue Ansätze für eine Problemlösung zutage. So wirst auch du in deinem Unternehmen schnell zum Teamplayer.
Erfahrene Dozenten als Coaches
Coachen – das bedeutet für uns, aktive Hilfestellung zu leisten. Deshalb lehren unsere Dozenten nicht nur, sondern arbeiten auch als Coaches an deiner Seite. Ihr Wissen schöpfen sie dabei aus ihrer eigenen Praxis. Denn unsere Dozenten sind selbst lange Zeit für Unternehmen tätig, kennen daher die Anforderungen der Arbeitgeber und des Marktes und lassen außerdem neueste Entwicklungen deines Fachbereichs direkt in den Unterricht einfließen.

Kurzvideo

PBL an der VWA

Welche Prüfungsleistungen sind zu erbringen?

Zeig, was du gelernt hast

So praktisch, wie unsere Lerninhalte und unsere Lehrmethode sind, testen wir auch, was in dir steckt: In den PBL-Lehreinheiten treten an die Stelle von Klausuren Fallstudien, Projektarbeiten und Präsentationen, die du in der Gruppe und mit dem Coach erarbeitest. Der Grund: Wir möchten nicht, dass du Fakten lediglich für die Klausur auswendiglernst und für diesen Moment abrufst, sondern dass du dir Kenntnisse nachhaltig aneignest und sie auf verschiedene Situationen anwenden kannst. Schritt für Schritt fördern wir deine Fähigkeiten, die richtigen Fragen zu stellen, im Team zu arbeiten und letztlich eine Lösung zu erhalten. Kleinere schriftliche Ausarbeitungen runden deinen Lernprozess ab. Am Ende wirst du in der Lage sein, komplexe Aufgaben deines Arbeitsalltags zu meistern – das Handwerkszeug bekommst du von uns.

Kleine Hausarbeit

Im ersten Semester deines PraxisStudiums geht es in erster Linie darum, Begriffe und Fakten zu klären. Im PraxisStudiengang E-Commerce beispielsweise kümmerst du dich darum, was ein Online-Shop ist und welche Arten von Shopsystemen es gibt. Die Ergebnisse fasst du in einer kleinen Hausarbeit zusammen. 

Präsentation

Wer gut präsentieren kann, hat es im Arbeitsalltag leichter. Denn auch hier müssen wir Kollegen und Vorgesetzte oft von unserer Idee überzeugen, manchmal sogar begeistern. Ein sicheres Auftreten, eine tragfähige Recherche und durchstrukturierte Informationen sind die Basis einer guten Präsentation. Im Zuge des PBL übst du, vor Publikum zu sprechen und kompetent auf Nachfragen zu reagieren.

Fallstudienarbeit

Im zweiten Semester arbeitest du eine Fallstudie aus. Dazu formulieren wir ein Problem aus der Berufspraxis und du musst für diesen speziellen Fall eine Lösung ausarbeiten. Natürlich nicht allein: Dein Dozent steht dir zur Seite und hilft dir dabei, die richten Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Die Fallstudien haben vor allem den Zweck, dich optimal auf die bevorstehende Projektarbeit im dritten Semester vorzubereiten.

Projektarbeit

Die Projektarbeit bildet den Abschluss deines PraxisStudiums zum Business Professional (VWA). Hier bringen du und dein Team alles ein, was ihr im PraxisStudium gelernt habt – von der Formulierung der richtigen Fragestellung über eine zielgerichtete Teamarbeit bis hin zur kompetenten Präsentation der Ergebnisse. Im Rahmen eurer Projektarbeit löst ihr gemeinsam eine konkrete Fragestellung, im Idealfall aus einem eurer Unternehmen oder eurer Branche.

Stimme aus der Praxis

Nachgefragt bei Enzo Vincenzo Prisco

Der Praxisbezug eines Studiums ist für die meisten Unternehmen ausschlaggebend. Das weiß auch VWA-Dozent Enzo Vincenzo Prisco. Welche Vorteile die PBL-Methode Studierenden bietet, erzählt er im Interview.

Was macht die PBL-Methode so effektiv?

PBL ist keine Frontalvorlesung, sondern eine Veranstaltungen in Form von Workshops. Der Dozent vermittelt dabei die wissenschaftliche Basis, ohne die Inhalte stumpf „vorzulesen“. Ergebnisse werden gemeinschaftlich erarbeitet.

Welchen Mehrwert haben die Studierenden?

Der Vorteil an PBL ist, dass beispielsweise Marketing- und Kommunikationskonzepte für echte Kunden erstellt werden, die auch umgesetzt werden. Der Abschluss wird nicht nur für den Prüfer gemacht, sondern für die eigene Bewerbungsmappe. Ein Beispiel ist der ZOOM Zoo in Gelsenkirchen. VWA-Studierende haben eine App entwickelt und die Einführung eines Kinderzooführers angeregt. Diese Dinge sind zum Großteil auf Basis der Konzepte von VWA-Studierenden realisiert worden.

Das zeigt: PBL ist eine Art ‚Training on the job‘. Die Studieninhalte können unmittelbar für das tägliche Business genutzt werden. Außerdem ist die Spezialisierung auf ein Fachgebiet Trumpf. Damit kann man sich deutlich von anderen Bewerbern absetzen.

Wie kann PBL die Kompetenzentwicklung fördern?

Durch die Workshop-Atmosphäre können unsere Studierenden Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Organisation und Kreativität weiter ausbilden. Auch das gemeinsame Erarbeiten von Inhalten führt zu einer konstruktiven Gruppendynamik und schult das Teamwork. Die Studierenden profitieren damit mehrfach – für sich und für ihr Unternehmen.

Enzo Vincenzo Prisco

Enzo Vincenzo Prisco ist langjähriger VWA-Dozent für Marketing. Nachdem er viele Jahre selbst in großen Unternehmen tätig war, arbeitet er heute erfolgreich als Berater für Werbeagenturen und Industrie­unternehmen. Projektentwicklung und die Umsetzung neuer Marketingkonzepte gehören nun zu seinen Aufgaben.

Woher kommt die PBL-Methode?

Durch Praxisbeispiele Fachwissen vermitteln

1976 hat die Medizinische Fakultät der Universität in Maastricht die offizielle Lehrmethode problembasiertes Lernen (PBL) erstmals eingeführt. Seitdem setzen auch andere Universitäten auf diesen Ansatz, um das theoretische Fachwissen anhand praktischer Problemstellungen zu vermitteln. Unternehmen ist diese Kombination aus Fachwissen und Anwendungskompetenz sehr wichtig, das wissen wir aus unserer langjährigen und traditionellen Nähe zur Wirtschaft.